Schweißverfahren

Löten (Weich- & Hartlöten)

Verbinden unter dem Schmelzpunkt — schonend, dicht und ideal für Mischverbindungen

Löten (Weich- & Hartlöten) AI generated

Beim Löten wird nicht der aufgeschmolzen, sondern nur das Lot. Die Verbindung entsteht durch Kapillarwirkung im schmalen Spalt. Das macht Löten schonend, verzugsarm und ideal für dünne Teile, Kupferrohre, Elektronik und Mischverbindungen.

Löten ist ein Fügeverfahren mit einem entscheidenden Unterschied zum : Der wird nicht aufgeschmolzen. Nur das Lot — ein mit niedrigerem Schmelzpunkt — wird flüssig und verbindet die Teile. Die Verbindung entsteht durch : Das flüssige Lot wird in den engen Spalt zwischen den Fügeflächen gesaugt und erstarrt dort.

Die Kapillarwirkung: Warum der Spalt eng sein muss

Stell dir einen schmalen Spalt zwischen zwei sauberen Blechen vor. Flüssiges Lot benetzt die Oberflächen und wird — wie Wasser in einem engen Röhrchen — von selbst in den Spalt hineingezogen. Genau das ist die Kapillarwirkung. Sie funktioniert nur, wenn der Spalt eng und gleichmäßig ist (typisch 0,05–0,2 mm beim Hartlöten): Zu weit, und die Saugwirkung reißt ab; zu eng, und das Lot fließt gar nicht erst hinein.

Das Flussmittel: der unsichtbare Helfer

Jede Metalloberfläche trägt eine — die verhindert, dass das Lot benetzt. Das löst diese , senkt die Oberflächenspannung des Lots und hält die Oberfläche während des Erwärmens sauber. Ohne Flussmittel bleibt das Lot einfach als Tropfen liegen, statt in den Spalt zu kriechen.

Man unterscheidet nach der Arbeitstemperatur:

• Weichlöten (unter 450 °C): Mit niedrig schmelzenden Loten (oft Zinn-Basis). Für Elektronik, Kupferrohre, Bleche und Verbindungen, die keine hohen Temperaturen vertragen.

• (über 450 °C): Mit Hartloten auf Kupfer-, Silber- oder Messing-Basis. Fester als Weichlot — für Kupferleitungen, -Werkzeuge, Kühler und mechanisch belastete Verbindungen.

• (über 900 °C): Für hochbelastete Verbindungen, oft unter oder im Vakuum.

Warum löten statt schweißen?

• Keine Aufschmelzung des : Das Material behält seine Eigenschaften — keine Schmelzzone, kaum Gefügeveränderung.

• Wenig Verzug: Die Wärmebelastung ist geringer und gleichmäßiger — ideal für dünne und empfindliche Teile.

• Mischverbindungen: Kupfer mit Messing, Stahl mit — Werkstoffe, die man kaum schweißen könnte, lassen sich löten.

• Dichte, glatte Verbindungen: Die Kapillarwirkung füllt den Spalt vollständig — dicht und sauber.

Die Anwendungen sind riesig: Sanitär- und Heizungsrohre, Elektronik und Leiterplatten, -Schneidplatten, Wärmetauscher, Kühler, Schmuck und Feinmechanik. Auch das verzinkter Karosseriebleche gehört in diese Familie.

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

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