Die Gefüge der Stähle
, , , und — und was sie fürs bedeuten
AI generated Stahl ist nicht gleich Stahl — entscheidend ist das Gefüge. ist weich und zäh, glashart und spröde, der goldene Mittelweg, rostfrei und zäh, der Kompromiss aus Festigkeit und . Wer die fünf Gefüge kennt, weiß bei jedem Stahl, wie er sich beim verhält.
Die Eigenschaften eines Stahls stecken nicht in seiner chemischen Zusammensetzung allein, sondern in seinem Gefüge — also darin, wie die Atome angeordnet sind. Fünf Gefüge musst du auseinanderhalten können, weil jedes beim anders reagiert.
ist das Grundgefüge von weichem Stahl. Es ist verformbar, zäh und magnetisch, aber weich — unter 300 MPa. löst fast keinen . In der Naht und der ist grobkörniger der Zustand, den du haben willst, wenn du einen unlegierten Baustahl sauber schweißt.
ist der gestreifte Mix aus und . Er entsteht beim langsamen Abkühlen aus und macht den Stahl fester ( ~300–500 MPa). Fast jeder unlegierte Baustahl ist im Kern + . Je feiner die Perlitstreifen, desto fester und zäher.
ist das Hochtemperatur-Gefüge, das bei Raumtemperatur nur dann stabil bleibt, wenn genug oder Mangan drinsteckt — das ist das Geheimnis der nichtrostenden Stähle. ist zäh, unmagnetisch, rostfrei und lässt sich hervorragend schweißen. Er kennt keine Härtung durch Abschrecken, nur durch Kaltverformung.
ist das Gefüge, das du beim fürchtest. Entsteht der blitzschnell abgekühlt, hat der keine Zeit auszuscheiden — das Gitter klappt gewaltsam um und fängt den ein. Das Ergebnis ist glashart (bis über 60 HRC) und spröde. ist die Ursache für in der . Mehr und schnellere Abkühlung = mehr und härterer .
ist der Kompromiss. Bei mittlerer Abkühlgeschwindigkeit entsteht er zwischen und : fester als , zäher als . Viele moderne Feinkornbaustähle bilden beim — genau deshalb halten sie mehr aus, ohne sofort zu reißen.
Die Kunst beim ist, das Gefüge zu steuern. Der heizt alles über die Umwandlungstemperatur, danach bestimmt die Abkühlgeschwindigkeit, was daraus wird: langsam = / (weich, zäh), mittel = (fester), schnell = (hart, spröde). Deine Stellschrauben sind (verlangsamt die Abkühlung), Wärmeeinbringen und Blechdicke.
Bei rostfreien austenitischen Stählen gibt es diese Härtung nicht — sie bleiben zäh. Dafür drohen dort andere Probleme wie , die du über den Ferritanteil der Naht in den Griff bekommst (siehe Schweißzusatz-Rechner).