Aktive Impuls-Thermografie
Aktive Impuls-Thermografie ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, bei dem eine kurze Wärmeimpuls auf die Oberfläche eines Bauteils gebracht wird und die zeitliche Abkühlung mit einer Infrarotkamera analysiert. Lokale Temperaturunterschiede zeigen Aufschluss über Inhomogenitäten im Material.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein kurzer Wärmeimpuls erhitzt die Oberfläche des Bauteils, während die Infrarotkamera die zeitliche Abkühlung aufzeichnet. Die Temperaturverteilung an der Oberfläche spiegelt die thermische Leitfähigkeit und die Inhomogenitäten im Material wider.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Inhomogenitäten im Material, wie fehlende Schmelz oder unvollständige Abkühlung, führen zu lokalen Temperaturunterschieden. Diese können als Anzeichen für Risse, Schäden oder unzureichende Schweißqualität interpretiert werden. Falsche Interpretation kann zu Missverständnissen und unnötigen Reparaturen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie eine Infrarotkamera mit hoher Auflösung und genauen Zeitmessungsfähigkeiten. Wenden Sie einen kurzen, starken Wärmeimpuls auf die Oberfläche des Bauteils an. Analysieren Sie die zeitliche Abkühlung und achten Sie auf lokale Temperaturunterschiede. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit Referenzdaten oder historischen Messungen, um Aussagen über die Materialqualität zu treffen.