Aktivlot-Technologie für Keramik
Aktivlot-Technologie für Keramik verwendet reaktive Elemente wie Titan oder Zirkon, um eine chemische Bindung mit oxidischen oder nicht-oxidischen Keramiken zu schaffen. Dies ermöglicht direkte Metall-Keramik-Verbunde.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Aktivlot-Technologie fügt dem Lot reaktive Elemente hinzu, die mit der Oberfläche der Keramik chemisch reagieren. Titan und Zirkon sind typische Zusatzstoffe, da sie eine starke Bindung zu verschiedenen Keramikmaterialien herstellen können. Diese Reaktion bildet eine metallische Schicht auf der Keramikoberfläche, die das Metall-Lot verbindet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Aktivlot-Technologie verbessert die Haltbarkeit und Festigkeit von Metall-Keramik-Verbunden. Sie verhindert Porenbildung und erhöht das Zähigkeitsvermögen der Verbindung. Allerdings kann ein falscher Zusatz oder eine unzureichende Reaktion zu fehlenden Bindungen oder zu starken Härten führen, die das Material weichen können.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Aktivlot-Technologie erfolgreich anzuwenden, müssen folgende Schritte beachtet werden:
1. Zusatzstoffe wählen: Verwende Titan oder Zirkon in der richtigen Konzentration.
2. Lot vorbehandeln: Das Lot muss sauber und frei von Verunreinigungen sein, um eine optimale Bindung zu ermöglichen.
3. Keramikoberfläche bereiten: Die Oberfläche der Keramik sollte glatt und frei von Schmutz sein, um die chemische Reaktion zu fördern.
4. Reaktionszeit und Temperatur kontrollieren: Eine ausreichende Zeit und eine optimale Temperatur sind entscheidend für eine erfolgreiche Bindung.