Aluminium-Gusslegierungs-Mikroporosität
Mikroporosität in Aluminium-Gusslegierungen entsteht durch unzureichende Speisung und Wasserstofflslichkeitssprung, was zu feinen Hohlräumen führt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Aluminium-Gusslegierungen können während der Abkühlung Mikroporosität aufweisen. Diese entstehen durch unzureichende Speisung von Sauerstoff und Wasserstoff, die sich in den Kristallen des Aluminiums vergraben. Bei zu schnellem Abkühlen oder bei einer zu hohen Wasserdampfgehaltigkeit im Gussbad können diese Hohlräume entstehen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Mikroporosität kann zu Schwachstellen in der Schweißnaht führen, die bei mechanischer Belastung zu Rissen oder Kehlen kommen können. Darüber hinaus kann sie das Durchlässigkeit von Wasser und anderen Flüssigkeiten beeinträchtigen, was insbesondere im Bauwesen relevant ist.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Mikroporosität zu minimieren, sollte die Abkühlung des Gusses kontrolliert werden. Dies kann durch eine langsame Abkühlung oder durch die Verwendung von Speisgasen erreicht werden. Eine Wasserstofflslichkeitssprung-Unterdrückung ist ebenfalls wichtig. Bei der Schweißung sollten die Temperaturen und Zeiten so gewählt sein, dass keine zusätzlichen Hohlräume entstehen. Ein typisches Ziel ist eine t8/5-Zeitspanne von mindestens 10 Sekunden, um ein homogenes Gefüge zu erzielen.