Aluminium-Magnesium-Kornminderungsfaktor
Der Aluminium-Magnesium-Kornminderungsfaktor ist eine mathematische Kennzahl, die den Einfluss des Magnesiumgehalts auf die Korngrenzenverfestigung in AlMg-Legierungen quantifiziert. Er hilft bei der Bestimmung der maximalen erreichbaren Streckgrenze.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Aluminium-Magnesium-Kornminderungsfaktor (AMK-Faktor) beschreibt, wie sich der Magnesiumgehalt in einer Legierung auf die Kornstruktur und damit auf die mechanischen Eigenschaften wie die Streckgrenze auswirkt. Bei erhöhtem Magnesiumgehalt wird das Aluminium-Korn verfeinert, was zu einer steigenden Korngrenzenverfestigung führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoches Magnesiumgehalt kann die Körnung der Legierung erhöhen und die Streckgrenze reduzieren. Dies kann zu Rissen oder Verformungen während des Schweißprozesses führen. Der AMK-Faktor hilft, den optimalen Magnesiumgehalt zu bestimmen, um eine gute Kornstruktur und mechanische Eigenschaften zu gewährleisten.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den AMK-Faktor zu verwenden, sollte der Magnesiumgehalt in der Legierung bekannt sein. Der Faktor wird dann mit dem maximal erreichbaren Streckgrenzwert multipliziert, um die tatsächliche Streckgrenze zu berechnen. Bei einer Legierung mit einem Magnesiumgehalt von 5 % und einem AMK-Faktor von 0,8 ergibt sich eine Streckgrenze von 240 MPa (wenn der theoretische Maximumswert 300 MPa beträgt). Dies hilft bei der Auswahl des richtigen Schweißverfahrens und der Prozessparameter.