Aluminium-Zink-Spannungskorrosionsrissempfindlichkeit
Aluminium-Zink-Legierungen mit hohem Gehalt an Magnesium und Kupfer sind empfindlich gegenüber Rissbildung unter Zugspannung in korrosiver Umgebung. Kornrandpräzipitate fördern diese Spannungskorrosion.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Aluminium-Zink-Legierungen mit hohem Magnesium- und Kupfergehalt enthalten Kornrandpräzipitate, die unter Zugspannung in korrosiver Umgebung eine Spannungskorrosion fördern. Diese Präzipitate können als Elektrolyt fungieren und elektrische Schaltungen zwischen den Legierungsteilen schaffen, was zu Korrosionsreaktionen führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Empfindlichkeit zur Spannungskorrosion kann zu Rissbildung in der Schweißnaht und im Umfeld der Kornränder führen. Die Risse können sich weiter ausbauen, insbesondere wenn die Legierung in korrosiver Umgebung steht oder unter mechanischer Belastung ist. Dies kann zu Bauteilversagen und Sicherheitsproblemen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um das Risiko von Spannungskorrosion und Rissbildung zu minimieren, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
• Verwenden Sie eine korrekte Schweißtechnik mit geringer Spannung und ausreichend Kühlung.
• Stellen Sie sicher, dass die Schweißnaht sauber ist und keine Korrosionsanfälligkeiten aufweist.
• Wenden Sie nach dem Schweißen eine passende Korrosionsschutzverfahren an, wie z.B. Lackierung oder Galvanisierung.