Aluminothermisches Schweißen
Ein exothermes Schmelzschweißverfahren, bei dem eine chemische Reaktion von Eisenoxid und Aluminium den flüssigen Zusatzwerkstoff bereitstellt. Es wird primär für das fugenlose Verbinden von Bahnschienen eingesetzt.
Aluminothermisches Schweißen läuft über eine stark exotherme Reaktion zwischen Aluminium und Eisenoxid ab. Dabei entsteht flüssiges Eisen, das die zu verbindenden Teile formschlüssig ausgießt und so die Verbindung herstellt. Das flüssige Eisen ist der Zusatzwerkstoff, der mit dem Grundwerkstoff eine metallurgische Bindung eingeht.
Wichtig ist, dass die Reaktion vollständig abläuft. Wenn du zu wenig Aluminium oder Eisenoxid ansetzt oder die Ausgangsmaterialien feucht sind, bekommst du Schlacke und keine saubere Schmelze. Das Ergebnis ist dann eine poröse oder unvollständige Naht, die deutlich weniger hält als der Grundwerkstoff.
In der Praxis heißt das: Die Form sauber ausrichten, das Material trocken lagern, und die Zündung muss zügig und kontrolliert passieren. Wenn die Reaktion einmal läuft, ist sie nicht mehr steuerbar – du musst also vorher alles richtig vorbereitet haben.