Anisotropie additiver Gefüge
Anisotropie additiver Gefüge entsteht durch gerichtete Wärmeleitung während des Schichtaufbaus in Additivfabrikationen. Dies führt zu unterschiedlichen Eigenschaften in verschiedenen Richtungen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Anisotropie additiver Gefüge entsteht, weil die Wärme während des Schichtaufbaus nicht gleichmäßig verteilt wird. Die vektorielle Wärmeleitung führt dazu, dass bestimmte Bereiche schneller abkühlen als andere, was zu unterschiedlichen Kristallstrukturen und Eigenschaften in verschiedenen Richtungen führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Anisotropie kann zu ungleichmäßigen mechanischen Eigenschaften wie Spannungsbereitschaft und Zähigkeit führen. Dies erhöht das Risiko von Rissen, insbesondere in Richtungen, die nicht mit der Wärmeleitung ausgerichtet sind. Schweißnahtsfehler oder ungleiche Spannungsverteilungen können dadurch verstärkt werden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Anisotropie zu minimieren, sollte die Schichtdicke kontrolliert und gleichmäßig sein. Die Wärmebehandlung nach dem Additivprozess sollte sorgfältig durchgeführt werden, um eine homogene Abkühlung sicherzustellen. Bei der Auswahl des Materialien ist darauf zu achten, dass es gut mit der gewählten Schweißmethode kompatibel ist und eine gleichmäßige Verformbarkeit bietet.