Anisotropie des additiven Gefüges
Anisotropie des additiven Gefüges: Die mechanischen Eigenschaften variieren je nach Richtung, da Dendriten entlang der Aufbaurichtung gerichtet erstarrt sind.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Im additiven Fertigungsverfahren wachsen Metallneutropole in gerichteten Strukturen (Dendriten) auf. Diese Dendriten werden entlang der Aufbaurichtung erstarrt, was zu einer ungleichmäßigen Verteilung der mechanischen Eigenschaften führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die anisotropie kann zu unterschiedlichen Spannungszuständen und mechanischen Verformungen in verschiedenen Richtungen führen. Dies erhöht die Anfälligkeit für Risse, insbesondere wenn das Material unter Beanspruchung steht. Zudem können die mechanischen Eigenschaften ungleichmäßig sein, was zu unerwarteten Versagen oder Brüchen führen kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Beim Schweißen von additiv gefertigten Stählen ist es wichtig, eine gleichmäßige Abkühlung und eine sorgfältige Kontrolle der Aufbaurichtung zu gewährleisten. Verwenden Sie eine kontinuierliche Schweißstrahldichte und achten Sie auf die richtige Ausrichtung des Lasers oder der Elektroden. Bei Bedarf führen Sie eine postprozessuelle Behandlung durch, um die Anisotropie zu minimieren.