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Aufkohlungstiefe

Die Aufkohlungstiefe gibt an, wie tief in das Metall die Kohlenstoffatome eindringen, um es zu härten. Bei zu tiefem Eintritt kann der Kern des Stücks zu hart und rissanfällig werden.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Die Aufkohlungstiefe ist der Abstand von der Oberfläche eines Metalls bis zu einer festgelegten Kohlenstoffkonzentration nach dem Einsatzhärten. Während des Härtenprozesses reagieren die Kohlenstoffatome mit den Metallionen und bilden dabei neue, härtere Verbindungen.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Eine zu tiefe Aufkohlungstiefe kann zu einem hartnäckigen Kern des Stücks führen, der anfällig für Risse ist. Dies kann insbesondere bei steifen Materialien wie Martensit oder Tempered Steel zu Problemen führen. Ein zu geringer Härtegrad im Kern kann die mechanische Festigkeit und das Zähigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um eine optimale Aufkohlungstiefe zu erreichen, kontrolliere die Härtemethoden genau. Bei Einsatzhärten ist es wichtig, die Temperatur und Zeit des Härtenprozesses sorgfältig einzustellen. Für Stähle mit hoher Kohlenstoffgehaltung (z.B. >0,6%) sollte eine Aufkohlungstiefe von mindestens 1 mm gewährleistet sein. Bei niedrigeren Kohlenstoffgehalten ist eine tiefer Aufkohlung weniger kritisch.

MetallurgieSchweißtechnik

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