Aufstechkristallisation
Aufstechkristallisation ist ein Prozess, bei dem neue Kristalle an bestehenden Phasengrenzen oder Inhomogenitäten wachsen. Dies beeinflusst die Kinetik von Umwandlungs- und Ausscheidungsprozessen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Aufstechkristallisation ist ein Kristallisationsvorgang, bei dem neue Kristalle an bereits vorhandenen Phasengrenzen oder Inhomogenitäten aufwachsen. Dieser Prozess wird durch die Anziehungskraft zwischen den Atomen der neuen Phase und den bestehenden Phasengrenzen begünstigt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Aufstechkristallisation kann zu ungleichmäßiger Kornbildung führen, was die mechanischen Eigenschaften des Materials beeinträchtigen kann. Es erhöht die Anfälligkeit für Risse und verändert das Gefüge, indem es neue Phasen oder Strukturen einführt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Aufstechkristallisation zu minimieren, sollte bei der Wärmebehandlung eine kontrollierte Kühldauer und -temperatur eingehalten werden. Bei Stählen mit hohem Gehalt an Kohlenstoff ist es besonders wichtig, die Kühldauer nicht zu kurz oder zu lang zu halten, um glasharte Martensitbildung zu vermeiden.