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Ausgleichszeit für Wasserstoffdiffusion

Die Zeit, die eine Schweißnaht bei einer Entwasserungsglühung benötigt, um Wasserstoff zu entfernen und Verzögerungsbrüche zu vermeiden.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Wasserstoff kann in die Metallstruktur diffundieren und dort als Hydride speichern. Bei der Entwasserungsglühung wird dieser Wasserstoff freigesetzt und wieder aus dem Metall entfernt. Die Ausgleichszeit bestimmt, wie lange diese Diffusionsprozesse dauern müssen.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein zu kurzer Entwasserungszeit kann dazu führen, dass Wasserstoff in der Schweißnaht verbleibt und Verzögerungsbrüche (wie Risse oder Heißrissen) entsteht. Ein zu langer Zeitraum ist jedoch ineffizient und unnötig teuer.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Die Ausgleichszeit richtet sich nach dem verwendeten Metall und der Schweißtechnik. Für Stahl mit einem Wasserstoffgehalt von 100 ppm sollte die Entwasserungsglühung mindestens 24 Stunden dauern. Bei hoherem Wasserstoffgehalt kann dies auf bis zu 7 Tage erhöht werden.

MetallurgieSchweißtechnik

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