Aushärtung (Ausscheidungshärtung)
Aushärtung ist der Prozess, bei dem Sauerstoff oder andere Elemente aus einer übersättigten Grundmatrix abgebaut werden, um die Festigkeit zu erhöhen. Dies geschieht durch gezieltes Ausscheiden im Schmelzbad.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Aushärtung erfolgt durch das Ausscheiden von Sauerstoffen oder anderen Elementen aus der übersättigten Grundmatrix des Stahls. Dies geschieht, wenn die Schmelztemperatur unter die Kritikpunkt-Temperatur sinkt und die chemische Gleichgewichtsreaktionen stattfinden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Aushärtung kann zu erhöhter Festigkeit führen, verbessert aber auch die Zähigkeit. Falsche Aushärtungsbedingungen können zu Heißrissen oder glasharter Gefüge führen, was das Material zerbrechlicher macht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine sorgfältige Aushärtung sicherzustellen, sollte die Schmelztemperatur genau eingehalten werden. Bei Stählen mit hohem Sauerstoffgehalt ist eine kontrollierte Kühlung unerlässlich. Die Kühlgeschwindigkeit sollte so gewählt sein, dass das Gefüge nicht zu glashart wird (t8/5 zwischen 10 und 20 Sekunden).