Autogenes Brennschneiden
Autogenes Brennschneiden ist ein thermisches Trennverfahren, bei dem der Werkstoff durch eine erhitzende Flamme auf Zündtemperatur gebracht und anschließend mit einem reinen Sauerstoffstrahl verbrannt wird. Es eignet sich vor allem für un- und niedriglegierte Stähle.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Werkstoff wird zunächst durch eine erhitzende Flamme auf seine Zündtemperatur gebracht. Anschließend wird ein reinen Sauerstoffstrahl eingespritzt, der den Werkstoff verbringt und wegblasst. Dieser Prozess entfernt Metall von der Werkzeugfläche ohne Kontaktschaden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Autogenes Brennschneiden ist besonders geeignet für un- und niedriglegierte Stähle, da es keine chemischen Reaktionen mit dem Werkstoff verursacht. Es minimiert das Risiko von Kontaktschäden und erhöht die Präzision des Schnitts. Allerdings kann ein fehlender Sauerstoffstrahl zu unvollständiger Verbrennung führen, was zu Kontaktschäden und unzureichendem Trennen führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
• Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass der Werkstoff auf seine Zündtemperatur gebracht wird. Dies kann durch eine erhitzende Flamme erreicht werden.
• Sauerstoffstrahl: Verwenden Sie einen reinen Sauerstoffstrahl zur Verbrennung und Wegblasung des Metalls. Achten Sie darauf, dass der Strahl ständig eingespritzt wird, um eine vollständige Verbrennung zu gewährleisten.
• Temperaturkontrolle: Überwachen Sie die Temperatur des Werkstoffs, um sicherzustellen, dass er immer über der Zündtemperatur bleibt. Dies verhindert unvollständige Verbrennungen und Kontaktschäden.