Automatische Abschalteinrichtung für Absauganlagen
Automatische Abschalteinrichtung für Absauganlagen: Eine sensorbasierte Steuerung, die Absauggebläse nur bei aktivem Schweißstromzuschlag hochfährt. Optimiert Energieverbrauch und reduziert Filterverschleiß.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Einrichtung erkennt, ob geschweißt wird, und schaltet die Absaugung entsprechend. Üblich ist ein Stromsensor, der als Zange um die Schweißleitung sitzt und das Magnetfeld des fließenden Schweißstroms erfasst. Zündet der Lichtbogen, läuft das Gebläse an. Bleibt der Strom länger aus, folgt eine Nachlaufzeit und danach die Abschaltung. Die Nachlaufzeit ist kein Luxus, denn nach der letzten Raupe steht der Rauch noch in der Haube.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne diese Steuerung läuft die Anlage durch: Strom, Filterstandzeit und Lärm ohne Gegenwert. Wird umgekehrt zu stark oder zu dicht an der Naht abgesaugt, zieht die Absaugung das Schutzgas vom Schmelzbad weg, und man holt sich Poren in die Naht. Beides ist eine Frage der Einstellung und nicht des Geräts.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Den Sensor um die Schweißleitung legen, nicht um das Netzkabel. Die Ansprechschwelle so einstellen, dass sie auch beim niedrigsten tatsächlich verwendeten Schweißstrom sicher auslöst, sonst bleibt die Absaugung beim Heften aus. Volumenstrom und Nachlaufzeit gibt der Hersteller der Absauganlage für die jeweilige Erfassungshaube vor, diese Werte gehören ins Gerät und nicht ins Bauchgefühl. Nach dem Einbau am schwächsten Arbeitspunkt prüfen: Zündet der Lichtbogen, muss die Haube spürbar ziehen.