Benetzungs-Randwinkel
Der Benetzungs-Randwinkel gibt an, wie stark der Lot in das Werkstoffgitter eindringt. Ein kleiner Winkel bedeutet gute Benetzungen und einen flüssigen Kapillarfluss.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Benetzungs-Randwinkel ist die Winkelgröße zwischen dem Lot und der Oberfläche des Werkstoffs. Er bestimmt, wie gut das Lot in das Werkstoffgitter eindringt. Ein kleinerer Winkel bedeutet, dass das Lot besser in den Werkstoff eintritt und sich dort besser ausbreitet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein großer Benetzungs-Randwinkel kann zu schlechten Benetzungen führen. Das Lot bleibt an der Oberfläche und bildet Poren oder Risse, was die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigt. Ein kleiner Winkel hingegen gewährleistet eine gute Benetzung und verhindert solche Probleme.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um einen guten Benetzungs-Randwinkel zu erzielen, achte auf die richtige Lotart, das passende Schmelzmittel und die korrekte Temperatur. Ein Winkel von etwa 20-30 Grad ist ideal für viele Stahlarten. Bei speziellen Werkstoffen oder bei hohen Anforderungen an die Festigkeit kann der Winkel etwas kleiner sein.