Berylliose
Berylliose ist eine chronische Lungenerkrankung, die durch Einatmen von berylliumhaltigem Staub oder Rauch entsteht. Sie ist nicht heilbar und kann sich erst Jahre nach dem Kontakt bemerkbar machen. Deshalb gilt beim Bearbeiten von Berylliumkupfer: Staub und Rauch konsequent vermeiden.
Was ist Berylliose
Die Berylliose ist eine chronische Erkrankung der Lunge, ausgelöst durch eingeatmeten berylliumhaltigen Staub oder Rauch. Sie gehört zu den anerkannten Berufskrankheiten (BK-Nr. 1110).
Wie sie entsteht
Nicht jeder reagiert gleich: Bei empfindlichen Menschen genügt schon ein einmaliger, stärkerer Kontakt mit berylliumhaltigem Staub, um eine Überempfindlichkeit auszulösen. Der Körper reagiert mit einer chronischen Entzündung, die Lungengewebe vernarben lässt.
Die Tücke
Die Krankheit kann sich erst Jahre oder Jahrzehnte nach dem Kontakt zeigen. Symptome wie Atemnot, trockener Husten und Erschöpfung werden dann oft nicht sofort mit dem alten Arbeitsstoff in Verbindung gebracht.
Was du tun kannst
Berylliumhaltige Legierungen (CuBe, CuCoBe, CuNiBe) nie trocken schleifen oder ohne Absaugung schweißen. Wer regelmäßig mit Berylliumkupfer arbeitet, sollte die arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbMedVV) nutzen. Die genauen Schutzvorgaben stehen in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und der TRGS 900.