Beryllium
Beryllium (Be) ist ein leichtes, steifes Metall. Als Legierungszusatz von rund 2 % macht es Kupfer so hart wie Stahl und bleibt trotzdem gut leitfähig. Achtung: Beryllium und seine Verbindungen sind giftig und krebserregend — Staub und Rauch dürfen nicht eingeatmet werden.
Was ist Beryllium
Beryllium (Be) ist ein Leichtmetall — steif, fest und sehr leicht. Reines Beryllium begegnet dir in der Werkstatt kaum, aber als Legierungselement ist es wichtig: Schon rund 2 % Beryllium im Kupfer ergeben eine Legierung, die an Festigkeit und Härte mit Stahl mithalten kann und trotzdem elektrisch gut leitet.
Warum Berylliumkupfer so besonders ist
Berylliumkupfer (CuBe) lässt sich aushärten wie ein Stahl: Nach dem Lösungsglühen und Abschrecken ist es weich und gut formbar, nach dem Auslagern erreicht es seine volle Härte. Deshalb steckt es in Federn, Steckkontakten, funkenfreien Werkzeugen und Formeinsätzen, wo es auf hohe Festigkeit plus Leitfähigkeit ankommt.
Die Gefahr beim Bearbeiten
Beryllium ist nicht das Problem, solange das Bauteil kalt bleibt. Gefährlich wird es, wenn berylliumhaltiger Staub oder Rauch entsteht — beim Schleifen, Schweißen, Löten oder Polieren. Der feine Staub gelangt in die Lunge und kann eine Berylliose auslösen, eine chronische Lungenerkrankung. Beryllium und seine Verbindungen gelten als krebserregend.
Werkstattregeln
• Berylliumhaltige Werkstoffe nur mit Absaugung und geeignetem Atemschutz bearbeiten.
• Staub nass aufnehmen oder mit Industriestaubsauger (Klasse H), niemals mit Druckluft aufwirbeln.
• Arbeitskleidung getrennt waschen, Hände vor dem Essen gründlich reinigen.
• Für Arbeitsplatzgrenzwerte und Schutzmaßnahmen gilt die TRGS 900 und die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) — im Zweifel an die Fachkraft für Arbeitssicherheit wenden.