Bruchdehnung (A5 / A10)
Bruchdehnung (A5 / A10) ist der Prozentsatz der Verlängerung eines Materials vor dem Mittenbruch. Sie zeigt die Dehnfähigkeit und gibt an, wie viel sich das Material verlängert, bevor es bricht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Bruchdehnung (A5 / A10) misst, um welchen Prozentsatz eine Zugprobe nach dem Mittenbruch verlängert wurde. Dieser Wert wird durch die relative Verlängerung der Messlänge zum Originalwert berechnet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Bruchdehnung deutet auf eine gute Dehnfähigkeit und Zähigkeit des Materials hin. Bei zu niedriger Bruchdehnung kann das Material bei Lasten plötzlich rissen, was insbesondere in mechanisch belasteten Bauteilen gefährlich sein. Ein zu geringer Wert kann auch Indikatoren für unzureichende Schweißqualität oder falsche Werkstoffauswahl sein.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Bruchdehnung (A5 / A10) zu messen, wird eine Zugprobe durchgezogen und der relative Verlängerungswert berechnet. Bei Stahlrohren oder -teilen sollte ein Wert von mindestens 20 % erreicht werden. Bei speziellen Anwendungen kann ein höherer oder niedrigerer Schwellenwert erforderlich sein, je nach Werkstoff und Belastung. Bei unzureichender Bruchdehnung sollten die Schweißparameter überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.