Calcium-Einschluss-Sphäroidisierung
Calcium reagiert auf sulfidische und oxidische Einschlüsse in der Schweißnaht, bildet Sphäroiden und verhindert Porenbildung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Calcium reagiert chemisch mit den spröden sulfidischen und oxidischen Zeileneinschlüssen im flüssigen Schmelzbad. Diese Reaktion bildet globuläre, unschädliche Sphäroiden aus Calciumsulfiden oder Calciumoxidern.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Calcium-Einschluss-Sphäroidisierung verhindert die Bildung von Poren und verbessert die Festigkeit der Schweißnaht. Ein zu geringer Calcium-Gehalt kann jedoch dazu führen, dass die Einschlüsse nicht vollständig reagieren und weiterhin spröde bleiben, was zu Heißrissen und Zerbruchstellen führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Stellen Sie sicher, dass der Calcium-Gehalt in der Schmelz genau eingehalten wird. Ein typischer Gehalt beträgt 0,1 bis 0,2 % für steinige Stähle und höher für austenitische Stähle. Überwachen Sie die Temperatur im Schmelzbad und achten Sie auf eine homogene Vertheilung des Calciums.