Cer-Desoxidation
Cer-Desoxidation bindet Schwefel und Sauerstoff in hochlegierten Stählen, verhindert Porenbildung und erhöht die Festigkeit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Cer-Desoxidation nutzt das Seltenerdmetall Cer zur Bindung von Restschwefel und Sauerstoff. Die entstehenden Oxide und Oxisulfide haben einen hohen Schmelzpunkt und bleiben feinteilig verteilt, was die Porenbildung verhindert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei zu hoher Cer-Konzentration kann das Gefüge vergröbert werden und die Zähigkeit des Stahls sinken. Fehlende Cer-Desoxidation führt zu Porenbildung, was die Festigkeit und die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie eine Cer-Desoxidiermittelkonzentration von 0,5 bis 1 % in hochlegierten Stählen. Die Anwendung sollte vor dem Schweißen erfolgen und mindestens 30 Minuten vor der Abgasung warten. Achten Sie darauf, dass die Cer-Konzentration nicht zu hoch ist, um Vergröberung des Gefüges zu vermeiden.