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CET-Äquivalent für Schweißbarkeit

Das CET-Äquivalent ist eine modifizierte Version des Kohlenstoffäquivalents (CEV), die Mangan und Molybdän mit geringeren Gewichtungsfaktoren berücksichtigt. Es hilft bei der Bestimmung der Abkühlbedingungen und Vorwärmtemperatur für moderne Baustähle.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Das CET-Äquivalent berechnet die Schweißbarkeit von Stählen, indem es Kohlenstoff (C), Mangan (Mn) und Molybdän (Mo) mit bestimmten Gewichtungsfaktoren summiert. Diese Summe gibt an, wie sich das Metall beim Abkühlen verhält.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein zu hohes CET-Äquivalent kann zu einer schnellen Abkühlung führen und dazu beitragen, dass das Gefüge glashart wird. Dies erhöht die Anfälligkeit für Risse und vermindert die Zähigkeit des Stahls. Ein zu niedriges CET-Äquivalent hingegen kann zu einer langsameren Abkühlung führen, was zu Vergröberung des Korns und damit zu einem verminderten Festigkeitsniveau führt.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um das CET-Äquivalent zu berechnen, addiere die folgenden Gewichtungsfaktoren multipliziert mit den entsprechenden Elementgehalten:

• Kohlenstoff (C): 1

• Mangan (Mn): 0.5

• Molybdän (Mo): 0.2

Beispiel: Ein Stahl hat 0,4 % Kohlenstoff, 0,8 % Mangan und 0,3 % Molybdän.

CET = (0,4 * 1) + (0,8 * 0,5) + (0,3 * 0,2) = 0,4 + 0,4 + 0,06 = 0,86

Die Abkühlbedingungen und Vorwärmtemperatur sollten so gewählt werden, dass das CET-Äquivalent innerhalb des optimalen Bereichs von etwa 0,5 bis 1,0 liegt. Bei einem CET-Äquivalent von über 1,0 sollte die Abkühlung langsamer erfolgen, um Risse zu vermeiden. Bei einem Wert unter 0,5 sollte die Abkühlung schneller sein, um Vergröberung des Korns zu verhindern.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

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