CET-Formel für thermische Rissneigung
Die CET-Formel berechnet das thermische Rissneigungsequivalent, indem sie die Wirkung von Legierungselementen auf die Martensitbildung präziser berücksichtigt als das klassische CEV. Dies führt zu genaueren Vorhersagen der Rissneigung in Schweißnahtsgebieten.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die CET-Formel (Cohesive Energy Theory) ist eine erweiterte Methode zur Berechnung des Kohlenstoffäquivalents (CEV). Sie berücksichtigt nicht nur den Kohlenstoffgehalt, sondern auch die Wirkung anderer Legierungselemente auf die thermische Rissneigung. Dies führt zu einer präziseren Abschätzung der Gefährlichkeit für Heißrisse.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die CET-Formel hilft bei der Prognose von Heißrissen in Schweißnahtsgebieten, insbesondere bei hochtemperaturfesten Stählen. Falsche Berechnungen können zu unzureichender Sicherheit führen und zu Rissbildung führen. Daher ist ihre korrekte Anwendung entscheidend für die Qualitätssicherung.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die CET-Formel anzuwenden, müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
1. Bestimmen Sie den Kohlenstoffgehalt (C) und die Konzentrationen der anderen Legierungselemente.
2. Verwenden Sie die spezifischen Werte für die CET-Koeffizienten dieser Elemente.
3. Berechnen Sie das thermische Rissneigungsequivalent nach der Formel: CET = C + Σ (Koeffizient × Konzentration).
4. Vergleichen Sie das Ergebnis mit den spezifischen Schwellwerten für die jeweilige Legierung und Prozessvariante.
5. Passen Sie bei Bedarf die Schweißparameter an, um die Rissneigung zu minimieren.