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Chromäquivalent

Kennzahl, welche die ferritbildende Wirkung aller Legierungselemente im Vergleich zu Chrom aufsummiert. Sie fließt direkt in Gefügediagramme zur Schweißbarkeit ein.

Also, das Chrom- und Nickeläquivalent rechnest du aus den Legierungselementen im Schweißgut aus. Damit gehst du ins Schaeffler- oder WRC-Diagramm und liest ab, wie viel Ferrit in der Naht steckt. Ein kleiner Ferritanteil ist wichtig, der nimmt Verunreinigungen auf und verhindert so Heißrisse beim Erstarren.

Ist der Wert zu niedrig, wird die Naht rissanfällig. Ist er zu hoch, kann das Gefüge grob werden, verspröden oder im Betrieb Sigma-Phase bilden. Das macht die Naht spröde und kostet Korrosionsbeständigkeit.

In der Praxis heißt das: Zusatzwerkstoff und Parameter so wählen, dass du im Zielbereich des Diagramms landest. Und wenn du dir unsicher bist, miss den Ferritgehalt an der fertigen Naht mit dem Ferritgehalt-Messgerät nach. Liegt er daneben, musst du den Zusatzwerkstoff wechseln oder die Parameter anpassen.

MetallurgieSchweißtechnik

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