Chromäquivalent für Gefügevorhersage
Das Chromäquivalent ist die Summe gewichteter Ferritstabilisierer wie Ni, Mo und Cr in einer Legierung. Es hilft bei der Vorhersage des Gefüges nach Abkühlen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Chromäquivalent berechnet sich durch die Addition gewichteter Mengen von Ferritstabilisierern wie Nikkel (Ni), Molybdän (Mo) und Chrom (Cr). Diese Elemente verhindern, dass das Stahl beim Abkühlen in glasharten Phasen wie Martensit austiegt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoches Chromäquivalent kann zu einem zu hohen Anteil an Ferrit führen, was die Härte und Zähigkeit des Stahls reduziert. Dies erhöht das Risiko von Rissen und vermindert die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um das Gefüge vorzusagen, berechnet man das Chromäquivalent nach der Formel: Cr_eq = 0,5 * Cr + Mo + Ni. Für eine optimale Härte und Zähigkeit sollte das Chromäquivalent zwischen 1,5 und 3 liegen.