Dauerfestigkeit
Die maximale Spannungsschwingbreite, die ein Werkstoff theoretisch unendlich viele Belastungszyklen ohne Bruch ertragen kann. Viele Stähle weisen unterhalb dieser Grenze keine werkstoffbedingte Ermüdung auf.
Dauerfestigkeit heißt: Ein Bauteil hält eine wechselnde Belastung praktisch unbegrenzt aus, ohne zu brechen. Beim Schweißen ist das wichtig, weil die Naht und die Wärmeeinflusszone oft die schwächsten Stellen sind. Wenn die Dauerfestigkeit schlecht ist, reißt das Teil irgendwann unter Schwingbelastung, auch wenn die Last an sich nicht hoch ist.
Achte beim Schweißen darauf, dass du keine Kerben und scharfen Übergänge machst – die fressen die Dauerfestigkeit. Auch die Abkühlung ist entscheidend: Zu schnelles Abkühlen macht das Gefüge hart und spröde, zu langsames Abkühlen macht es weich und grobkörnig. Du willst da den richtigen Mittelweg treffen, damit das Gefüge zäh und ermüdungsfest bleibt.