Dehngrenze
Die Dehngrenze ist der maximale Spannungswert, bis zu dem ein Werkstoff plastifiziert wird und sich nicht mehr verformt. Für Aluminium und hochfeste Stähle gibt es keine klare Streckgrenze, daher wird die Dehngrenze als Sicherheitsgrenze verwendet.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Dehngrenze ist der Punkt, an dem ein Werkstoff seine elastische Verformbarkeit verliert und plastifiziert wird. Dies geschieht durch die Umstellung von atomarer Kristallstruktur und die Bildung neuer Verbindungen zwischen den Atomen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Wenn ein Werkstoff über seine Dehngrenze gelastet wird, entstehen Risse oder Brüche. Dies kann besonders bei Aluminium und hochfesten Stählen auftreten, da sie keine klare Streckgrenze haben. Bei Überschreitung der Dehngrenze kann die Naht stark verformt werden oder sogar scheiden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Dehngrenze zu respektieren, müssen bei Aluminium und hochfesten Stählen die Spannung während des Schweißens genau kontrolliert werden. Die maximale Spannung sollte immer unter der Dehngrenze liegen. Bei Aluminium ist dies typischerweise um die 200 bis 300 MPa, bei hochfesten Stählen kann es höher sein, abhängig vom spezifischen Material.