Delta-Ferrit-Seigerung
Delta-Ferrit-Seigerung ist eine lokale Anreicherung von ferritstabilisierenden Elementen, die Delta-Ferrit auch bei Raumtemperatur metastabil im Gefüge behält. Dies tritt häufig in hochlegierten Chrom-Nickel-Stählen auf.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Delta-Ferrit-Seigerung bezieht sich auf die lokale Anreicherung von ferritstabilisierenden Elementen wie Nickel oder Chromium im Metall. Diese Anreicherungen verhindern, dass Delta-Ferrit bei Raumtemperatur in Austenit umwandelt und metastabil bleiben.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese metastabile Phase kann zu erhöhter Härte und geringerer Ductilität führen. Bei falscher Schweißbehandlung, wie zu schnellem Abkühlen oder unzureichender Schmelzzeit, kann sich Delta-Ferrit anstellen und die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Delta-Ferrit-Seigerung zu vermeiden, achte auf eine ausreichende Schmelzzeit (mindestens 10 Sekunden pro mm Dicke) und ein kontrolliertes Abkühlen. Verwende bei hochlegierten Chrom-Nickel-Stählen spezielle Schweißverfahren wie das TIG-Schweißen mit geschütztem Gasumfeld.