Delta-Ferrit-Stabilisatoren
Delta-Ferrit-Stabilisatoren wie Chrom, Molybdän und Silizium verhindern das Austenit-Gefüge in Schweißnahtsgebieten und fördern stattdessen das Ferrit-Gefüge. Dies verbessert die Warmissbeständigkeit und Härte.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Delta-Ferrit-Stabilisatoren sind chemische Elemente, die das Austenit-Gefüge in Schweißnahtsgebieten unterdrücken. Sie fördern stattdessen das Ferrit-Gefüge durch ihre Kristallstruktur und ihre Wirkung auf den Kohlenstoffgehalt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Verwendung von Delta-Ferrit-Stabilisatoren in austenitischen Stählen (wie 1.4301) verhindert das Austenit-Gefüge, was die Warmissbeständigkeit erhöht und Risse reduziert. Allerdings kann ein zu hoher Gehalt an diesen Elementen das Gefüge zu fest machen und die Formbarkeit beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Beim Schweißen von austenitischen Stählen mit Delta-Ferrit-Stabilisatoren achte auf den korrekten Kohlenstoffgehalt. Verwende eine passende Schweißart und Temperatur, um das Ferrit-Gefüge zu stabilisieren. Ein zu hoher Kohlenstoffgehalt kann zu einem zu festen Gefüge führen, was die Formbarkeit beeinträchtigt.