Desoxidationsmittel Mangan
Mangan bindet Sauerstoff und Schwefel ab, bildet Manganoxide und Mangansulfide, verbessert die Festigkeit und verhindert Porenbildung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Mangan reagiert im flüssigen Schmelzbad mit Sauerstoff und Schwefel, bildet Manganoxide (MnO) und Mangansulfide (MnS). Diese Verbindungen verhindern die Bildung von Poren in der Schweißnaht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoher Manganinhalt kann zu Verschmelzproblemen führen und die Zähigkeit des Stahls reduzieren. Übermäßige Mengen können auch zu gefährlichen Gasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2) führen, die bei der Schweißung entstehen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende Mangan in den Mengen von 0,1 bis 0,5 % für gewöhnliche Stahlarten. Bei hochleistungsfähigen Steelen kann der Gehalt auf maximal 1 % erhöht werden. Achte darauf, dass die Schmelztemperatur nicht zu hoch ist, um Porenbildung zu vermeiden.