Deutsches Kohlenstoffäquivalent CEV
Das CEV nach IIW quantifiziert den Einfluss verschiedener Legierungselemente auf die Aufhärtbarkeit und Kaltrißneigung unlegierter und niedriglegierter Stähle. Es dient der sicherheitstechnischen Auslegung von Vorwärmtemperaturen vor dem Schweißprozess.
Das Kohlenstoffäquivalent ist eine Rechengröße, die dir sagt, wie aufhärtbar ein Stahl ist. Je höher der Wert, desto empfindlicher reagiert der Stahl auf schnelles Abkühlen und desto größer ist die Gefahr von Kaltrissen in der Wärmeeinflusszone.
Wenn der Wert hoch ist, musst du den Stahl vor dem Schweißen vorwärmen und die Abkühlung verlangsamen. Bei niedrigen Werten brauchst du dir weniger Sorgen machen, aber vergiss nie, dass auch andere Legierungselemente eine Rolle spielen.
Schau im Zweifel immer ins Datenblatt oder frag den Lieferanten, welcher Wert für deinen Stahl gilt. Und denk dran: Ein sauberes, trockenes Werkstück und die richtige Vorwärmung sind die halbe Miete gegen Risse.