Diffusionskoeffizient von Wasserstoff in Eisen
Der Diffusionskoeffizient von Wasserstoff in Eisen beschreibt, wie schnell Wasserstoffatome sich im Metallbewegen. Er ist temperaturabhängig und beeinflusst die Entstehung von Kaltrissen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Diffusionskoeffizient gibt an, wie schnell Wasserstoffatome in das Eisen-Dotternetz diffundieren. Bei steigender Temperatur erhöht sich der Diffusionskoeffizient, was die Wanderungsgeschwindigkeit von Wasserstoff erhöht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Diffusionskoeffizient kann zu einer schnellen Anreicherung von Wasserstoff in den Dottern führen. Dies kann Kaltrisse verursachen, die besonders gefährlich sind, da sie unter Druck und Temperaturausgleichsprozesse anfällig sind. Die Risiken steigen, wenn das Eisen bei hohen Temperaturen oder in Umgebungen mit hoher Wasserstoffbelastung geschweißt wird.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Kaltrisse zu vermeiden, sollte der Schweißvorgang so gestaltet sein, dass die Temperatur im Dottern möglichst gering gehalten wird. Bei schwer belasteten Stählen oder bei hohen Temperaturen ist es ratsam, vor dem Schweißen das Eisen zu degasieren und nach dem Schweißen eine sorgfältige Abkühlung durchzuführen.