Drahtvorschub-Oszillationsfrequenz
Die Frequenz der Vor- und Rückwärtsbewegung des Schweißdrahtes zur Stabilisierung bei Kurzlichtbogenverfahren. Eine hohe Frequenz (z.B. 100 Hz) reduziert Porenbildung und verbessert die Oberflächenfeinheit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Drahtvorschub-Oszillationsfrequenz beeinflusst die Bewegung des Schweißdrahtes in der Schweißzone. Eine überlagerte Vor- und Rückwärtsbewegung reduziert das Aufblitzen des Drahtes und verbessert die Kontrolle über den Schweißvorgang.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu hohe Frequenz (z.B. > 100 Hz) kann zu erhöhter Oberflächenfeinheit führen und Porenbildung reduzieren, was die Zähigkeit verbessert. Eine zu niedrige Frequenz (< 50 Hz) kann zu unregelmäßiger Schweißnaht und erhöhter Porenbildung führen, was das Gefüge vergröbert und die Härte reduziert.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende eine Frequenz von 80 bis 120 Hz für optimale Ergebnisse. Bei schweren Stählen oder bei hohen Spannungswerten kann eine Frequenz von 100 Hz empfohlen werden. Achte darauf, dass die Frequenz nicht zu hoch ist, um unerwünschte Oberflächenfeinheit zu vermeiden.