Duktilität
Duktilität ist die Fähigkeit eines Materials, sich plastisch zu verformen, ohne zu brechen. Dies geschieht durch Verlängerung der Kristallbahnen. Hohe Duktilität führt zu geringer Bruchfestigkeit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Duktilität beschreibt die Fähigkeit eines Materials, sich unter Belastung kontinuierlich plastisch zu verformen, ohne Zerspaltung. Dies geschieht durch die Verlängerung der Kristallbahnen im Material. Bei hohem Duktilitätsgrad können die Kristalle sich anpassen und sich dehnen, was die Spannungsaufnahme verbessert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Hohe Duktilität ist in der Regel wünschenswert, da es das Material vor Bruch schützt. Allerdings kann zu viel Duktilität auch negative Auswirkungen haben: Es führt zu geringer Bruchfestigkeit und kann dazu führen, dass die Schweißnaht unter hohem Druck plastisch verformt wird, ohne sich zu brechen. Dies kann zu unerwünschten Verformungen oder zu einem fehlenden Festigkeitsniveau in der Schweißzone führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Duktilität eines Materials optimal zu nutzen, ist es wichtig, eine passende Schweißverfahrensweise und -parametrisierung auszuwählen. Dies kann beispielsweise durch die Wahl des richtigen Füllgases oder der korrekten Spannung bei TIG-Schweißen beeinflusst werden. Bei hochduktilem Stahl ist es wichtig, eine langsame Kühlung nach dem Schweißen vorzunehmen (t8/5 > 25 s), um das Gefüge zu vergröbern und die Zähigkeit zu erhöhen.