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Duplex-Lochfraß-Äquivalent

Duplex-Lochfraß-Äquivalent ist eine mathematische Kennzahl zur Bewertung der Korrosionsbeständigkeit von hochlegierten Stählen in chloridhaltigen Lösungen. Sie berücksichtigt die Massenanteile von Chrom, Molybdän und Stickstoff.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Das Duplex-Lochfraß-Äquivalent (DLE) wird berechnet, indem die Massenanteile von Chrom (Cr), Molybdän (Mo) und Stickstoff (N) in einem hochlegierten Stahl gemessen werden. Diese Elemente beeinflussen die Korrosionsbeständigkeit des Materials in chloridhaltigen Umgebungen.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein zu geringes DLE kann zu erhöhter Anfälligkeit für Chloridkorrosion führen, was zu Rissen und Verschleiß der Schweißnahts führt. Ein zu hohes DLE kann dagegen die Korrosionsbeständigkeit erhöhen, aber auch die Formbarkeit und das Gefüge beeinträchtigen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Beim Schweißen von hochlegierten Stählen mit einem bestimmten DLE ist es wichtig, eine korrekte Schweißprozesswahl zu treffen. Dies beinhaltet die Auswahl des passenden Schutzgases und der richtigen Abkühlungstechnik. Einige Empfehlungen sind:

• Verwende argon-gesättigte Schutzgasgemische.

• Stelle sicher, dass das Abkühlen nicht zu schnell erfolgt, um die Gefügestruktur zu beeinträchtigen.

• Überprüfe regelmäßig die Korrosionsbeständigkeit des Materials nach dem Schweißen.

MetallurgieSchweißtechnik

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