← Glossar

Duplex-Stahl Wasserstoff-Induzierte Rissbildung

Die schädigende Ansammlung von atomarem Wasserstoff an Versetzungs- und Phasengrenzen in ferritisch-austenitischen Stählen. Dies kann unter mechanischer Spannung zu sprödem Versagen führen.

Wasserstoff ist bei Duplex-Stählen ein echtes Problem. Der diffundiert in die Kristallstruktur und macht das Gefüge spröde. Wenn du den beim Schweißen nicht im Griff hast, bekommst du kalte Risse, oft erst nach Stunden oder Tagen.

Achte deshalb auf trockene Zusatzwerkstoffe und saubere Kanten – Fett, Rost oder Feuchtigkeit sind Wasserstoffquellen. Die Wärmeeinbringung musst du so wählen, dass sich das Gefüge richtig umwandelt. Wenn die Naht zu schnell abkühlt, kippt dir das Gefüge in eine unerwünschte Richtung.

Nach dem Schweißen kann eine Wärmebehandlung nötig sein, um den Wasserstoff wieder rauszubekommen. Aber das ist nicht immer Pflicht – hängt vom Werkstoff und der Wanddicke ab. Im Zweifel frag den Technologen, bevor du da was Falsches machst.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.