Durchschallungsverfahren
Durchschallungsverfahren ist eine Ultraschallprüfung, bei der ein Sender und ein Empfänger auf gegenüberliegenden Seiten des Prüfteils platziert werden, um innere Defekte durch Intensitätsschwächungen zu erkennen. Es wird häufig verwendet, um Risse oder Hohlungen in Metallen zu detektieren.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein Ultraschallwellenpaket wird von einem Sender emittiert und durch das Prüfteil propagiert. Wenn der Schall an einer Defektstelle (z.B. einer Ritse) reflektiert oder absorbiert wird, ändert sich die Intensität des empfangenen Signals. Der Empfänger misst diese Veränderungen und gibt eine Signaldarstellung aus.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Durchschallungsverfahren ist besonders wichtig in der Prüfung von Schweißnahtsqualität, da es mikroskopische Risse oder unvollständige Fusionen erkennen kann. Falsche Einstellungen oder eine schlechte Kontaktaufnahme zwischen Sender und Empfänger können zu fehlenden Detektionen führen, was Risiken für die Sicherheit des Bauteils birgt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
• Sender-Empfänger-Distanz: Die beiden Geräte müssen so platziert werden, dass sie eine gerade Linie bilden und die maximale Schallweite des Prüfteils überwinden können. Eine Distanz von mindestens 10 cm ist üblich.
• Schallfrequenz: Je nach Material und Art der Defektstellung wird eine bestimmte Frequenz gewählt. Für Metalle mit hohem Körperfettgehalt (z.B. Stahl) werden Frequenzen zwischen 2,5 MHz und 10 MHz verwendet.
• Kalibrierung: Vor jeder Prüfung muss das Gerät kalibriert werden, um sicherzustellen, dass die Messungen korrekt sind. Dies beinhaltet die Einstellung des Empfängers auf den richtigen Schwellwert.