Eigenspannungen 1. Art
Eigenspannungen 1. Art sind homogene Spannungen, die sich über das gesamte Bauteil erstrecken und zu Verzug führen können.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Eigenspannungen 1. Art entstehen durch ungleichmäßige thermische Erweiterung oder mechanische Belastung eines Materials. Sie sind gleichmäßig verteilt und führen zu einem konstanten Spannungszustand über das gesamte Bauteil.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Spannungen können zu Verzug bei mechanischer Bearbeitung oder zu Rissen führen, wenn sie zu hoch sind. Sie beeinflussen auch die Festigkeit und die Zähigkeit des Materials. Bei Schweißen kann das Gefüge verändert werden, was die Eigenspannungen erhöht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Eigenspannungen 1. Art zu minimieren, ist es wichtig, ein gleichmäßiges Heizen und Abkühlen des Bauteils sicherzustellen. Vermeide schnelles Kühlen oder ungleichmäßige Belastung. Bei Schweißen sollte die Naht so positioniert werden, dass sie nicht in Richtung der Spannungen verläuft. Bei schwer belasteten Teilen ist eine kontinuierliche Überwachung des Temperaturverlaufs erforderlich.