Eigenspannungen 2. Art
Inhomogene Spannungen zwischen benachbarten Kristalliten oder Phasen innerhalb eines Gefüges infolge unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten.
Eigenspannungen zweiter Art entstehen auf der Ebene der Kristallkörner, wenn sich benachbarte Bereiche beim Abkühlen unterschiedlich stark zusammenziehen. Das passiert zum Beispiel, wenn verschiedene Gefügebestandteile oder Phasen im Stahl ein unterschiedliches Verhalten zeigen. Diese Spannungen bleiben nach dem Schweißen im Werkstück und können die Zähigkeit beeinträchtigen.
Wenn du die Naht zu schnell abkühlst oder die Wärmeeinbringung ungleichmäßig ist, baust du dir da schnell Probleme auf. Das kann im schlimmsten Fall zu Rissen führen, die oft erst später auffallen. Achte deshalb darauf, dass die Abkühlung nicht zu hastig ist und die Wärme sich gut verteilen kann. Bei kritischen Werkstoffen hilft es, die Zwischenlagentemperatur im Auge zu behalten und die Naht nicht unnötig zu überhitzen.