← Glossar

Eigenspannungsüberlagerung

Eigenspannungen sind vorbestehende Spannungen in Materialen, die durch Herstellungsprozesse entstehen. Diese überlagern sich mit Lastspannungen und können die Ermüdungslebensdauer beeinflussen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Eigenspannungen sind Spannungen, die in Materialen während des Herstellens entstehen, wie z.B. bei Schweißen, Forgen oder Pressformung. Diese Spannungen überlagern sich mit den von Lasten verursachten Spannungen (Lastspannungen) an der Oberfläche des Bauteils.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Die Überlagerung von Eigenspannungen und Lastspannungen kann die Ermüdungslebensdauer eines Bauteils verkürzen. Zugeigenspannungen, die durch die Überlagerung entstehen, erhöhen die Mittelspannung und machen das Material anfällig für Ermüdungsbrüche. Druckeigenspannungen können jedoch die Lebensdauer erhöhen, indem sie Lasten gleichmäßig auf das gesamte Material verteilen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um die negativen Auswirkungen von Eigenspannungen zu minimieren, sollten bei der Schweißung sorgfältig darauf geachtet werden, dass keine zusätzlichen Spannungen entstehen. Dies kann durch eine korrekte Vorbehandlung des Materials und eine kontrollierte Abkühlung erreicht werden. Bei komplexen Bauteilen ist es ratsam, die Eigenspannungen zu messen und ggf. zu neutralisieren.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.