← Glossar

Eindringprüfung

Die Eindringprüfung zeigt Oberflächenrisse durch Flüssigkeitseindringung und Entwicklermittel sichtbar.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Eine kapillaraktive Flüssigkeit wird auf die zu untersuchende Oberfläche angewendet. Die Flüssigkeit dringt in die Risse ein, da sie sich durch die Oberflächenenergie bewegen kann. Nachdem die Flüssigkeit eingedrungen ist, wird das Material mit einem Entwicklermittel abgetrocknet. Dieses Medium reagiert mit der Flüssigkeit und sorgt für eine sichtbare Markierung der Risse.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Die Eindringprüfung ist besonders wichtig, um Oberflächenrisse in Schweißnahtsgebieten zu erkennen. Diese Risse können durch unzureichende Reinigung oder falsche Schweißparameter entstehen und führen zu Zerbrechlichkeiten oder Korrosion. Ein negatives Ergebnis zeigt an, dass die Oberfläche nicht sauber ist oder dass es mikroskopische Risse gibt, die bei weiterem Einsatz gefährlich sein können.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

1. Bereite die zu untersuchende Oberfläche sorgfältig vor: Entferne alle Schmutz- und Lackreste.

2. Wende eine kapillaraktive Flüssigkeit (z.B. Wasser, Alkohol) auf die Oberfläche an.

3. Lass die Flüssigkeit ein wenig Zeit zum Eindringen haben.

4. Sprüh oder streiche das Entwicklermittel über die Flüssigkeit.

5. Beobachte, ob sich sichtbare Markierungen der Risse ergeben.

6. Dokumentiere das Ergebnis und führe gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Reinigung oder Reparatur durch.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.