← Glossar

Eindringprüfung mit fluoreszierenden Prüfmitteln

Die Eindringprüfung mit fluoreszierenden Prüfmitteln ist ein Oberflächenprüfverfahren, bei dem ein kapillaraktiver Farbstoff unter UV-Licht offene Materialtrennungen durch Farbanzeige sichtbar macht. Dies ermöglicht die präzise Erkennung von Rissen oder Korrosion.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Ein fluoreszierender Prüfmittel wird auf die Oberfläche des Materials angewendet. Unter UV-Licht reagiert der Farbstoff mit den kapillaraktiven Flüssigkeiten in den Rissen und bildet eine sichtbare Farbgebung. Diese Reaktion ist spezifisch für die chemische Zusammensetzung des Prüfmittels und der Materialtrennung.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Die Eindringprüfung mit fluoreszierenden Prüfmitteln ist besonders wichtig nach dem Schweißen, um sicherzustellen, dass keine Risse oder Korrosion in den Schweißnahtsgebieten existieren. Fehlende oder unvollständige Prüfungen können zu Sicherheitsrisiken führen und zu weiteren Kosten durch Nachschweißen oder Austausch der Bauteile.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

1. Bereite das Material vor, indem du es sauber machst und eventuelle Schmutz- oder Lacke entfernst.

2. Sprinkle die Flüssigkeit des fluoreszierenden Prüfmittels auf die Oberfläche des Materials.

3. Exponiere das Material für einige Sekunden unter einem UV-Lichtstrahl (üblicherweise 10-30 s).

4. Beobachte die Oberfläche auf Farbanzeige, die an den Rissen und Korrosionsschäden erscheint.

5. Dokumentiere alle gefundenen Defekte gründlich.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.