Eindruckdiagonale
Die Eindruckdiagonale ist die Länge der Linienverbindungen zwischen den Eckpunkten eines Vickers-Eindrucks. Sie wird zur Berechnung der verformten Oberfläche verwendet.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Eindruckdiagonale ist die Messung der sichtbaren Linienverbindungen zwischen den Eckpunkten eines Vickers-Eindrucks. Dieser Eindruck wird durch einen schweren Pyramidenkristall unter einem festen Lastgewicht auf das Metall getätigt und verformt dessen Oberfläche.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Eindruckdiagonale gibt Auskunft über die Härte und Festigkeit des Materials. Ein zu großer Eindruckdiagonalwert kann auf eine zu harte oder zu ungleichmäßige Verformung hinweisen, was bei der Schweißnaht zu Rissen oder Zerstörungen führen kann. Bei zu weicher Härte kann die Lebensdauer der Bauteile verkürzt werden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Eindruckdiagonale zu messen, wird ein Mikroskop verwendet. Die Länge der Linienverbindungen zwischen den Eckpunkten des Vickers-Eindrucks wird in Mikrometern (µm) gemessen. Ein typischer Wert für eine robuste Stahlkohle könnte 200 µm betragen. Bei ungleichmäßig hohen Werten sollten die Schweißparameter überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.