Einsatzhärten-Kohlungspotenzial
Das Kohlungspotenzial bestimmt, wie viel Kohlenstoff von der Ofenatmosphäre auf die Bauteile übertragen wird. Es kontrolliert die maximale Kohlenstoffkonzentration am Rand vor dem Abschrecken.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Kohlungspotenzial ist ein Maß für die Fähigkeit der Ofenatmosphäre, Kohlenstoff auf die Bauteile zu übertragen. Es hängt von den Gaszusammensetzungen und Temperaturen im Ofen ab.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoches Kohlungspotenzial kann zu einer zu hohen Randkohlenstoffkonzentration führen, was zu Heißrissen und geringer Zähigkeit der Schweißnaht führt. Ein zu niedriges Kohlungspotenzial verhindert eine ausreichende Kohlenstoffübertragung, was zu fehlendem Gefüge und schlechteren mechanischen Eigenschaften kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um das Kohlungspotenzial zu kontrollieren, müssen die Ofengaszusammensetzungen und Temperaturen genau eingestellt werden. Eine typische Kohlenstoffkonzentration in der Ofenatmosphäre beträgt etwa 50 ppm. Bei schweren Stählen wie Martensit oder Ferrit sollte das Kohlungspotenzial so eingestellt sein, dass die maximale Randkohlenstoffkonzentration zwischen 0,1% und 0,2% liegt.