Erstarrungsriss
Ein Erstarrungsriss bildet sich, wenn das Schweißgut während des Abkühlens zu schnell festnimmt und die Dendriten (Kristallstruktur) unter Spannung gerät. Dies führt zu einer Rissebildung in Nahtrichtung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Während des Schweißvorgangs bildet sich das Schweißgut zunächst als flüssiges Metall aus. Bei schnellem Abkühlen können die Dendriten (Kristallstruktur) nicht rechtzeitig anpassen und unter Spannung gerät, was zu einer Rissebildung führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein Erstarrungsriss kann zu starkem Materialverlust und geringer Zähigkeit führen. Er kann auch die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht erheblich beeinträchtigen, was insbesondere in hochbeanspruchten Anwendungen gefährlich sein kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Erstarrungsrisse zu vermeiden, sollte das Schweißgut langsam und kontrolliert abgekühlt werden. Dies kann durch die Verwendung von Kühlwasser oder Kühlgas erreicht werden. Eine optimale Kühlzeit von 30 bis 60 Sekunden ist oft empfehlenswert, um eine gleichmäßige Abkühlung zu gewährleisten.