Eutektische Karbid-Morphologie
Die geometrische Erscheinungsform von Karbiden, die direkt aus der Schmelze im Zuge der eutektischen Reaktion erstarren. Sie prägt das Verschleißverhalten von hochlegierten Gusseisenwerkstoffen.
Beim Schweißen von Hartauftragungen siehst du oft diese eutektischen Karbide – das sind harte, spröde Gefügebestandteile, die sich in der Schmelze bilden. Wenn die Schmelze erstarrt, scheiden sich diese Karbide in einer typischen, oft nadelförmigen oder feinen Struktur aus.
Die Größe und Verteilung dieser Karbide entscheidet über Verschleißfestigkeit und Rissverhalten. Feine, gleichmäßig verteilte Karbide machen das Material zäh und hart, grobe oder zusammengeballte Karbide machen es spröde und rissanfällig.
Beim Schweißen musst du die Abkühlung im Griff haben. Wenn du zu schnell abkühlst, bilden sich feine, harte Gefüge, aber auch Spannungen. Wenn du zu langsam abkühlst, wachsen die Karbide grob aus und das Material wird spröde. Die richtige Abkühlung hängt vom Grundwerkstoff ab – du musst die Wärmeeinbringung und die Zwischenlagentemperatur so wählen, dass die Karbide fein bleiben, aber keine Spannungsrisse entstehen.