← Glossar

Eutektische Ledeburit-Phase

Eutektische Ledeburit-Phase ist ein hartes und sprödes Gefüge aus Austenit und Zementit, das bei über 2,06 % Kohlenstoff in Eisen entsteht. Es führt zu schlechten mechanischen Eigenschaften und erhöht die Risiko von Rissen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Die Eutektische Ledeburit-Phase bildet sich durch die schnelle Abkühlung von Eisen-Kohlenstoff-Legierungen mit einem Kohlenstoffgehalt über 2,06 %. In dieser Phase kristallisiert sich ein Mischgefüge aus Austenit und Zementit, das sehr hart und spröde ist.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Die Eutektische Ledeburit-Phase führt zu schlechten mechanischen Eigenschaften wie geringer Dehnungsfähigkeit und erhöhtem Rissrisiko. Die Härte der Phase kann zu Heißrissen und Zersetzungen im Schweißgebiet führen, was die Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Bauteils beeinträchtigt.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um die Eutektische Ledeburit-Phase zu vermeiden, sollte das Kohlenstoffgehalt der Legierung unter 2,06 % gehalten werden. Bei Schweißen von Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt ist eine sorgfältige Kontrolle der Abkühlung und die Verwendung geeigneter Schweißverfahren unerlässlich. Eine langsame und kontrollierte Abkühlung kann helfen, das Gefüge zu stabilisieren und das Risiko von Rissen zu reduzieren.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.