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Farbeindring-Fluoreszenzprüfung

Die Farbeindring-Fluoreszenzprüfung ist ein zerstörungsfreies Oberflächenprüfverfahren, bei dem fluoreszierende Flüssigkeiten in offene Diskontinuitäten eindringen und unter UV-Licht optisch verstärkt angezeigt werden. Es dient dem Nachweis von feinen Rissen und Poren in dichten Werkstoffen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Fluoreszierende Flüssigkeiten, wie z.B. Acrylamid oder Methylacrylamid, werden auf die zu prüfende Oberfläche angewendet. Diese Flüssigkeiten sind so speziell gestaltet, dass sie in offene Diskontinuitäten wie Risse oder Poren eindringen können. Unter UV-Licht fluoreszieren diese Flüssigkeiten und machen sich dadurch optisch sichtbar.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Die Farbeindring-Fluoreszenzprüfung ist besonders nützlich für die Nachweisung feiner Risse und Poren in dichten Werkstoffen, wie Stahl oder Aluminium. Diese Defekte können schwer zu erkennen sein und können zu späteren Versagen der Bauteile führen. Durch diese Prüfung kann man sicherstellen, dass keine verdeckten Flaws vorhanden sind, die bei weiterer Verarbeitung oder Nutzung zu Problemen führen könnten.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

1. Bereite die Oberfläche des zu prüfenden Bauteils sauber und trocken vor.

2. Spritze die fluoreszierende Flüssigkeit in eine Düse und gib sie auf die Oberfläche unter einem Winkel von 45 Grad ab, um sicherzustellen, dass die Flüssigkeit in alle offenen Diskontinuitäten eindringt.

3. Lass die Flüssigkeit ein wenig Zeit (ca. 1-2 Minuten) zur Eindringung in die Defekte.

4. Exponiere die Oberfläche dann unter einem UV-Licht und beobachte, ob sich sichtbare Markierungen bilden.

5. Dokumentiere alle gefundenen Flaws und notiere ihre Position und Größe.

MetallurgieSchweißtechnik

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