← Glossar

Ferritfaktor-Berechnung nach Schoefer

Die Ferritfaktor-Berechnung nach Schoefer schätzt den Delta-Ferrit-Anteil in austenitischen Edelstahlen. Sie hilft bei der Optimierung des Gefüges und der mechanischen Eigenschaften.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Die Ferritfaktor-Berechnung nach Schoefer basiert auf dem Verhältnis zwischen den Temperaturn beim Schmelzen und beim Abkühlen eines Stahls. Sie gibt an, wie viel Delta-Ferrit (eine form von Ferrit) in der austenitischen Phase entsteht.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein zu hoher Delta-Ferrit-Anteil kann die Zähigkeit und das Elastizitätsvermögen des Stahls beeinträchtigen. Dies führt zu erhöhter Anfälligkeit für Risse und geringerer mechanischer Festigkeit. Die Berechnung hilft, diese Risiken zu minimieren.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um den Ferritfaktor nach Schoefer zu berechnen, benötigt man die Temperatur beim Schmelzen (Tm) und die Temperatur beim Abkühlen (Ta). Die Formel lautet: Ferritfaktor = (Tm - Ta) / Tm. Für Edelstahle liegt ein optimaler Ferritfaktor in der Regel zwischen 0,25 und 0,35. Bei Werten darüber kann die Zähigkeit beeinträchtigt sein.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.